bbb e.V.
ESF Thüringen

Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Freistaat Thüringen
LAP

Integrationsprojekt für Langzeitarbeitslose

LAP Weimarer Land: Wir holen Sie aus der Arbeitslosigkeit.

Ziel des Integrationsprojektes ist die Beendigung bzw. Verringerung der Hilfeleistungen im Rahmen des SGB-II-Kreises aus dem Weimarer Land​. Dazu soll das Projekt die Teilnehmer mit einem Angebot aus Beratung, Coaching und Vermittlung begleiten, um ihnen Chancengerechtigkeit und Teilhabe insbesondere bei der Integration in Arbeit oder Ausbildung zu ermöglichen.

Wir wollen eine langfristige persönliche Begleitung initiieren, die Ihre Mobilitätssituation berücksichtigt (teilweise auch über aufsuchende Arbeit) und eine gezielte (Re-)Aktivierung vorhandener Kompetenzen und Fertigkeiten ermöglicht.

Integrationsberater helfen Ihnen, Ihre persönliche Situation zu verbessern und eine Ausbildung oder eine Arbeit zu finden. Sie sprechen dazu mit Behörden, Schulen und Betrieben. Ergänzt wird diese Unterstützung durch freiwillige Gruppenangebote aus dem kulturellen Bereich. Außerdem bieten die Integrationsberater individuelle Hilfen zur Überwindung von Defiziten an.

„Das Gute an Problemen ist: Es gibt immer eine Lösung!
Wir helfen Ihnen dabei, sie zu finden und das Problem hinter sich zu lassen.“

Armin Schäfer

Wer wird unterstützt?

  • Arbeitslose, erwerbsfähige Hilfebedürftige mit Wohnsitz in Thüringen, die innerhalb von zwölf Monaten nicht integrierbar erscheinen,

  • Jugendliche und junge Erwachsene ohne Berufsabschluss, aus Familien in denen beide Elternteile arbeitslos oder alleinerziehend sind und deren Kinder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,

  • Ältere Menschen mit Vermittlungshemmnissen.

Wodurch helfen wir Ihnen?

  • Betreuung und Unterstützung,

  • Vermittlung in Arbeit, Ausbildung oder Qualifizierung,

  • Verbesserung des Zugangs zum Arbeitsmarkt,

  • Kontakte zu regionalen Arbeitgebern,

  • gemeinsame Stellensuche,

  • Erkennen von Schwächen und Stärken,

  • Weiterentwicklung Ihrer Fähigkeiten,

  • Entwicklung beruflicher Perspektiven,

  • Einzel- und Gruppengespräche,

  • Beratung und Unterstützung bei persönlichen Anliegen,

  • Nachbetreuende Begleitung.

Wie kann ich teilnehmen?

1. - Treffen im Jobcenter vereinbaren

Da wir unsere Mittel zum Großteil aus dem europäischen Sozialfonds decken, sind unsere Leistungen abhängig von der Zusage des Jobcenters. Dafür muss in Ihrem Fall die Notwendigkeit der Maßnahme gegeben sein. Unser Integrationsprojekt richtet sich an Menschen die beim zuständigen Jobcenter als „schwer vermittelbar“ geführt werden. Dies geschieht bei sehr langer Arbeitslosigkeit, auffällig kurzen Pausen (Arbeitsverträgen) aus dem Hartz-4 Bezug, schweren Krankheiten und Behinderungen aber auch ausbleibende Bemühungen für Vermittlungsvorschläge, anhaltende Ablehnung zumutbarer Tätigkeiten zum Beispiel durch psychische Probleme sowie altersbedingte Einschränkungen.

Sind Sie schon lange erfolglos beim Jobcenter arbeitssuchend gemeldet und möchten eine Beschäftigung ausüben zu Ihnen passt? Dann fragen Sie mit Ihren zuständigen Fallmanager welche Fördermöglichkeiten für Sie in Frage kommen, und zeigen Sie dem Mitarbeiter unser Angebot. Falls Sie nicht unvorbereitet mit Ihrem Fallmanager über Ihre Schwächen sprechen oder vorab darüber mit uns reden wollen, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Falls möglich versuchen wir für Sie eine Zusage beim Jobcenter zu arrangieren, indem wir gemeinsam dem Fallmanager Ihre Lage schildern und – falls es passt – die formelle Anmeldung zur Teilnahme an unserem Hilfsprogramm vornehmen.

Sollte das Jobcenter bereits einen Gesprächstermin mit einem unserer Integrationsberater organisiert haben, ist es empfehlenswert im Beisein des Fallmanagers Tatsachen vorzutragen, welche die Notwendigkeit zum langfristigen Coaching darlegen. So entgehen Sie eventuellem Zeitdruck, der Ihnen vom Jobcenter auferlegt wird. Keine Sorge – wir helfen Ihnen dabei und beurteilen Ihre Lage aus sozialen und menschlichen Aspekten heraus – unabhängig von SGB-II Gesetzen.

2. - Regelmäßige Treffen mit Ihrem Berater

Unsere Teilnehmer sind Menschen mit begründet erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt. Regelmäßige Treffen sind notwendig, damit wir Defizite gemeinsam beseitigen können.  Die Teilnahme an unseren Projekten ist bewusst langfristig, da wir jeden ernsthaft Interessierten in weiterführende Maßnahmen und darüber hinaus begleiten. Als Berater kümmern wir uns auch um die privaten Probleme unserer Teilnehmer. Dafür braucht es manchmal viel Geduld, welche Ihr Jobcenter als Geldgeber nicht hat. Die wichtigen Gespräche dafür finden an einem Ort Ihrer Wahl in der Nähe statt – zum Beispiel bei Ihnen zu Hause oder bei uns im Internet-Café in Apolda. Die Terminvergabe erfolgt flexibel und die Gesprächsinhalte werden an Ihre Situation angepasst.

Oft sind Maßnahmen seitens des Jobcenters für Langzeitarbeitslose nicht förderlich, da das Jobcenter gleichzeitig für Arbeitsvermittlung und Leistungsberechnung zuständig ist. Fehlender Grundbedarf, abgelehnte Anträge, fehlerhafte Bescheide, Sanktionen und Abzüge treiben häufig auch engagierte Menschen in Schulden und Krankheit. Im Rahmen unserer Möglichkeiten beraten wir Sie im rechtlichen Umgang mit dem Jobcenter und vermitteln Ihnen notfalls juristischen Beistand.

3. - Vermittlung in Bildung & Arbeit

Als Langzeitarbeitsloser wird man häufig in der Familie oder von Bekannten als „Sozialschmarotzer“ abgestempelt. Aus diesem „Status“ kann man sich nach zu langer Zeit nicht mehr ohne fremde Hilfe lösen. Wenn Sie den Umgang anderer Menschen mit Ihnen leid sind, beweisen Sie Ihnen das Sie der Gesellschaft auch etwas zurückgeben können. Das Ziel des Integrationsprojekt für Langzeitarbeitslose ist eine für Sie lebenserfüllende und nachweisbar sinnvolle Weiterbildung  oder Beschäftigung, die Re-Integration in ein stabiles soziales Umfeld sowie die Eingliederung in den aktuellen Arbeitsmarkt zur Verringerung des Bezuges von Sozialleistungen und der Abhängigkeit vom Jobcenter.

„Es gibt keine Fehler, nur schlechte Erfahrungen.

U. R.

Sind Sie bereit?

Fragen Sie Ihren Sachbearbeiter beim Jobcenter zur Teilnahme am LAP Weimarer Land.